Statuten der Aerztegesellschaft Winterthur-Andelfingen

Name. Sitz und Zweck

1. Unter dem Namen 'Aerztegesellschaft der Bezirke Winterthur und Andelfingen' (nachfolgend auch ' A W A ' genannt) besteht ein politisch und konfessionell unabhängiger Verein. Er ist gleichzeitig eine Sektion der AerzteGesellschaft des Kantons Zürich (nachfolgend auch 'AGZ' genannt).

2. Der Sitz der A W A ist am Praxisstandort des jeweiligen Präsidenten.

3. Die Gesellschaft bezweckt:

  • die Wahrung der Standesinteressen

  • die berufliche Fortbildung der Mitglieder

  • die Organisation regionaler ärztlicher Notfalldienste 

  • die aktive Beteiligung in der Gesundheitspolitik 

  • die Pflege der Kollegialität

 

Mitgliedschaft

4. Alle Mitglieder der AGZ, welche ihren Praxis- bzw. Arbeitsort in den Bezirken Winterthur oder Andelfingen haben und nicht Mitglied der Sektionen Universität oder Weiterbildung der AGZ sind, werden automatisch Mitglieder der AWA.

Ordentliche Mitglieder

5. Ordentliche Mitglieder sind diejenigen Mitglieder, welche eine Bewilligung zu selbständiger Praxistätigkeit haben oder als Angestellte in leitender Funktion tätig sind.

Ausserordentliche Mitglieder

6. Ausserordentliche Mitglieder sind diejenigen Mitglieder in Ausbildung, welche noch keine Bewilligung zu selbständiger Praxistätigkeit besitzen und welche nicht Mitglied der Sektionen Universität oder Weiterbildung der AGZ sind.

Ausserordentliche Mitglieder können Aerztinnen oder Aerzte werden, welche ausserhalb der Bezirke Winterthur und Andelfingen praktizieren oder praktiziert haben, sowie Nichtpraktizierende Aerztinnen und Aerzte der Bezirke Winterthur und Andelfingen.

Ehrenmitglieder

7. Wer sich um die Gesellschaft, die medizinische Wissenschaft oder um die Aerzteschaft im allgemeinen verdient gemacht hat, kann zum Ehrenmitglied ernannt werden.

Aufnahmen

8. Alle Neumitglieder der AGZ in den Bezirken Winterthur und Andelfingen, welche nicht Mitglied der Sektionen Universität oder Weiterbildung sind, werden automatisch Mitglieder der A W A.

9. Nichtmitglieder der AGZ, welche sich um die ausserordentliche Mitgliedschaft bewerben, haben dem Vorstand ein schriftliches Gesuch einzureichen. Ueber die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung.

Beendigung der Mitgliedschaft

10. Die ordentliche Mitgliedschaft erlischt:

  • mit Beendigung der selbständigen ärztlichen Tätigkeit in den Bezirken Winterthur oder Andelfingen, ausser bei Praxisaufgabe wegen Krankheit oder Alter

  • mit Beendigung der Mitgliedschaft bei der AerzteGesellschaft des Kantons Zürich AGZ

  • durch Austritt unter schriftlicher Benachrichtigung des Generalsekretariates der AGZ

  • durch Ausschluss

11. Die ausserordentliche Mitgliedschaft erlischt:

  • mit dem Uebertritt in eine Sektion der AGZ

  • mit dem Wegzug aus den Bezirken Winterthur und Andelfingen, sofern nicht ein Gesuch um Beibehaltung des Status des ausserordentlichen Mitgliedes gestellt wird

  • durch Austritt mittels schriftlicher Kündigung an den Vorstand

  • durch Ausschluss

Der Ausschluss

12. Der Ausschluss wird auf Antrag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung ausgesprochen. Dem Mitglied muss Gelegenheit gegeben werden, sich in der Versammlung zu den Ausschlussgründen zu äussern.
Der Ausschluss muss mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden.
Ein Ausschluss aus der AWA berührt die Mitgliedschaft bei der AGZ nicht.

 

Rechte und Pflichten der Mitglieder

13. Ordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder sind stimmberechtigt sowie aktiv und passiv wahlberechtigt. Ausserordentliche Mitglieder haben beratende Stimme und sind passiv wahlberechtigt.

14. Die praktizierenden ordentlichen Mitglieder sind verpflichtet, an der ordentlichen Mitgliederversammlung
(Generalversammlung) teilzunehmen. Unentschuldigtes Fernbleiben wird mit einer Busse in der Höhe des halben
Jahresbeitrages geahndet. Eine Entschuldigung muss dem Präsidenten spätestens einen Tag nach der Versammlung
zugestellt werden.

15. Ordentliche Mitglieder sind verpflichtet, Notfalldienst zu leisten. Die Ausführungsbestimmungen werden durch ein
spezielles Reglement festgehalten. Diesem Reglement sind auch von der AGZ organisatorisch zugewiesene
Nichtmitglieder der A W A unterstellt.

Jahresbeitrag

16. Die Generalversammlung setzt jährlich die folgenden Mitgliederbeiträge fest:

a) Jahresbeitrag (allgemeiner jährlicher Grundbeitrag)
Er kann nach Mitgliederkategorien abgestuft sein und vom Vorstand unter besonderen Umständen reduziert oder erlassen werden.

Der Jahresbeitrag beträgt maximal 250.- SFr.

b) Notfalldienst-Ersatzabgabe
(für Ausführungsbestimmungen siehe Reglement für den Notfalldienst)

17. Vom Jahresbeitrag befreit sind: Ehrenmitglieder, Mitglieder, die 40 Jahre der Gesellschaft angehören sowie nicht mehr erwerbstätige Mitglieder, welche das 65.Altersjahr erreicht haben.


Organe

Die Organe der Gesellschaft sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • der Vorstand
  • die Rechnungsrevisoren


Die Mitgliederversammlung

18. Die ordentliche Mitgliederversammlung (Generalversammlung), an welcher die in Art.24 aufgelisteten obligatorischen Jahresgeschäfte behandelt werden, findet jeweils im ersten Jahresquartal statt.

19. Ausserordentliche Mitgliederversammlungen werden auf Beschluss des Vorstandes sowie auf Antrag von einem
Fünftel der ordentlichen Mitglieder einberufen. Sie können durch den Vorstand oder auf Antrag der sie beantragenden Mitglieder einer Generalversammlung gleichgestellt werden (ausserordentliche Generalversammlung).

20. Zu behandelnde Geschäfte sind bis 40 Tage vor der Versammlung dem Präsidenten schriftlich einzureichen.

21. Die Einladungen sind spätestens 10 Tage vor der Versammlung zu versenden. Sie haben die Traktanden zu nennen.

22. Die Mitgliederversammlungen fassen die Beschlüsse mit der Mehrheit der Stimmen der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, soweit in Gesetz oder diesen Statuten nichts anderes verlangt wird.

23. Es wird offen abgestimmt, sofern nicht mindestens ein Fünftel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder eine geheime Abstimmung verlangt.

24. Die Generalversammlung hat insbesondere die folgenden Befugnisse:

  • die Wahl des Vorstandes, des Präsidenten und der Rechnungsrevisoren
  • die Erstellung der Wahllisten von Delegierten und Ersatzdelegierten in die Delegiertenversammlung der AerzteGesellschaft des Kantons Zürich AGZ
  • die Abnahme von Jahresbericht und Jahresrechnung sowie die Entlastung des Vorstandes
  • die Festsetzung des Jahresbeitrages
  • Statutenänderungen


Statutenänderungen bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

25. Die Mitgliederversammlungen fassen Beschluss über alle Geschäfte, soweit sie nicht nach Gesetz oder nach diesen Statuten anderen Organen vorbehalten sind.

Der Vorstand

26. Der Vorstand setzt sich mindestens zusammen aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Aktuar, dem Quästor und einem Beisitzer. Nach Bedarf können weitere Beisitzer aus den Reihen der ordentlichen und ausserordentlichen Mitglieder gewählt werden.

27. Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Er konstituiert sich selbst. Die ordentliche Amtsdauer beträgt vier Jahre, Wiederwahl ist möglich.

28. Dem Vorstand obliegt insbesondere:

  • die Einberufung und Vorbereitung der Mitgliederversammlungen
  • die Geschäftsführung, insbesondere der Vollzug der Beschlüsse der Mitgliederversammlungen
  • die Vertretung der Gesellschaft nach aussen


29. Der Vorstand kann jederzeit Kommissionen und Arbeitsgruppen zur Bearbeitung spezieller Aufgaben einsetzen. Deren Zweck und Aufgabe, sowie die bestellten Mitglieder, müssen spätestens durch die nächstfolgende Mitgliederversammlung bestätigt werden.

30. Der Vorstand entscheidet als Kollegium. Bei Stimmengleichheit hat der Präsident den Stichentscheid.

31. Die rechtsverbindliche Unterschrift führt der Präsident zusammen mit einem weiteren Mitglied des
Vorstandes.

Die Rechnungsrevisoren

32. Die Generalversammlung wählt auf die Dauer von vier Jahren zwei Rechnungsrevisoren. Diese
prüfen die Rechnung und erstatten der Generalversammlung darüber Bericht und Antrag.

33. Rechnungsjahr ist das Kalenderjahr.

 

Verhältnis zur AerzteGesellschaft des Kantons Zürich AGZ

34. Statuten und Standesordnung der AGZ sowie deren allgemeinverbindliche Beschlüsse sind für die Aerztegesellschaft der Bezirke Winterthur und Andelfingen A W A bindend.

35. Der Präsident der A W A ist von Amtes wegen Mitglied der Präsidentenkonferenz der AGZ.

36. Die Wahl der Delegierten der A W A in die Delegiertenversammlung der AGZ wird vom Generalsekretariat der AGZ organisiert.

37. Mitglieder der AGZ, welche nicht Mitglied der A W A sind, können zur Erfüllung der Notfalldienstpflicht organisatorisch der A W A zugeteilt werden.


Auflösung und Liquidation

38. Die Auflösung der A W A wird durch eine ausserordentliche Generalversammlung beschlossen. Die Einladung zur Versammlung muss mindestens 30 Tage vor dem Termin erfolgen.
Ein Beschluss zur Auflösung der A W A erfordert eine Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden gültigen Stimmen.

39. Die Liquidation wird vom Vorstand nach den gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt.

40. Sofern der Auflösungsbeschluss nichts anderes bestimmt, fällt ein allfälliger Liquidationsgewinn an die AGZ mit dem Auftrag, den Betrag entsprechend dem Zweck der aufgelösten A W A zu verwenden.


Diese Statuten sind nach Anpassung an die neuen Statuten der AGZ an der Generalversammlung vom 20.03.1997 angenommen worden.

                                                                               Winterthur, den 20.März 1997


Der Präsident:                                                                    Der Aktuar:


Hans Beat Stiefel                                                                Felix Georg Widmer

 

Der revidierte §20 wurde am 14.3.2002 durch die GV angenommen.